Vor Liebe flüssig werden

Liebe, Schönheit, Freude, Bewusstheit, Wahrheit – liegen nahe beieinander und enthalten gleichzeitig in sich, was man gewöhnlich als ihr Gegenteil betrachtet. Die Schönheit eines knorrigen Baums mag unser Geist noch zu erfasssen, die Schönheit eines knorrigen Menschen bleibt unserem geprägten Geist oftmals verschlossen. Für eine Mutter ist ihr Baby immer schön. Alle Babys sind schön. Essentiell entscheidend ist die Verbindung, die Resonanz, die sich einstellt, wenn unser Geist ausgerichtet und klar und still und liebend wird („Von Liebe flüssig werden“, wie es in einem Kommentar zu Vijñāna Bhairava heißt). Hier kann Yoga einen sehr wertvollen Beitrag leisten. Es kann günstige Bedingungen schaffen und unserem Geist den Weg ebnen zu mehr Offenheit.

Foto: privat

satyam śivam sundaram

Auch in der Dunkelheit sich zu erinnern:

Das Leben ist 
SEIN, BEWUSSTHEIT, SCHÖNHEIT
– satyam śivam sundaram –

Ein Schmelzen. Verschmelzen. Ein Verschmelzen in Sanftheit, mit Sanftheit.
Und die Sehnsucht nach Sanftheit, nach Zartheit.

So, wie die Zartheit der Frühlingsblüte. Vier Tautropfen auf jedem der fünf rosa Blütenblätter am kalten Spätnachmittag. Sie schwingen mit dem dünnen Ast im kalten, kräftigen Wind. Das Rosa, die Tropfen, der Glanz in den Tropfen und – die Zartheit. Schwingend, dem kalten Wind zum Trotz, Zartheit und SCHÖNHEIT.